Sexualstrafrecht

Strafrecht

Der 13. Abschnitt des StGB enthält die Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung (§§ 174 - 184j). Neben diversen Formen des sexuellen Missbrauchs werden hier auch sexuelle Übergriffe, sexuelle Nötigung und Vergewaltigung unter Strafe gestellt.

Im Zuge der Debatte „Nein heißt nein“ ist das Sexualstrafrecht durch das Fünfzigste Gesetz zur Änderung des Strafgesetzbuches Ende 2016 verschärft worden. Oftmals genügt nunmehr auch ein Handeln „gegen den erkennbaren Willen einer anderen Person“.

Sexualdelikte zeichnen sich dadurch aus, dass bereits das Bekanntwerden von Ermittlungen in diesem Bereich eine soziale Isolation und Stigmatisierung auslösen. Die im Grundgesetz verankerte Unschuldsvermutung gerät für die Beteiligten oft aus dem Blickwinkel. Nicht selten sehen sich auch völlig unschuldige Personen dem Vorwurf einer Sexualstraftat ausgesetzt.

In jedem Falle ist es ratsam, sich möglichst früh an einen Strafverteidiger zu wenden. Dieser kann für den Betroffenen Einsicht in die Akten nehmen und die bisher vorhandenen Beweismittel kritisch überprüfen und hinterfragen. Auch sorgt der Rechtsanwalt dafür, dass die in diesem Bereich des Strafrechts erforderliche Diskretion gewahrt bleibt.